PRESSE

Resonanzen von der Brasilienreise März 2014

“Unmittelbar nach den lauten Karnevalsfreuden schenkte der Kammerchor Harvestehude aus der Stadt Hamburg aus Deutschland denen, die in der Stadt waren, einen erhabenen Augenblick der Vokalmusik höchster Qualität. (…) Das Publikum, das die Kirche Matriz voll besetzte, applaudierte dem Chor aufrecht stehend mit großer Begeisterung und Rührung.” (Paraty, Brasilien, paraty.com.br, März 2014)

“Es war ein Konzert auf höchstem Niveau in einer menschengefüllten Kirche, die einen einmaligen Glücksfall nutzten: einen luxuriösen gemischten Chor aus 35 Mitgliedern, der Werke von deutschen und brasilianischen Komponisten und aus anderen Musiktraditionen sang.” (Paraty, Brasilien, paratyonline.com/jornal/, März 2014)

“Die Attraktion für Sonntag, den 9. [März 2014] ist der deutsche Kammerchor Harvestehude aus Hamburg… Sala Sao Paulo … 1484 Plätze…” (Ankündigung in der Folha de Sao Paulo, Brasiliens renommierteste Zeitung, im März 2014 im Guia Folha)

Atemberaubend schön - Harvestehuder Kammerchor in St Martin

Ein weiteres außergewöhnliches Konzert erklang am Sonntagabend in der St. Martinkirche. Unter dem Motto: „Wort & Musik: Traumlicht“ musizierte der Harvestehuder Kammerchor, die Leitung und der Orgelpart lagen bei Claus Bantzer. Chor und Dirigent sind noch von „Jehoschua“ vor vier Jahren in bester Erinnerung. Begleitet wurde die Musik von Texten, gelesen von Victoria Trauttmansdorff.
Die Texte von Giuseppe Ungaretti, Albert Camus, von Astronauten und von Jacques Lusseyran umspielten das Thema mit Motiven des Lichts, der Farben, der Gerüche und bei Lusseyran besonders beeindruckend mit dem Motiv des Verlustes des Augenlichts.
Die Musiken eröffneten (…..) zwei Madrigale von Claudio Monteverdi, ausdrucksstarke Prachtstücke mit verspielten kleinen polyphonen Einsprengseln. Geschichtlich stehen sie am Übergang vom strengen polyphonen Kirchenstil in die leidenschaftliche Musiksprache der italienischen Oper.
Von György Ligeti schloss „Lux aeterna“ an, ein Werk aus dem Umkreis des „Requiem“. Das beeindruckende Werk ist hörbar von der elektronischen Musik beeinflusst. Die Klangwolken sind weder harmonisch im traditionellen Sinn noch atonal; sie folgen einer ganz eigenen, von Pentatonik getönten Harmonik. Von Richard Strauss erklang sodann „Traumlicht“, die spätromantische Vertonung eines mit geheimnisvoll schönen Wendungen durchsetzten Gedichtes von Friedrich Rückert.
Von Edward Elgar stammte „Lux aeterna“ in einem Arrangement von John Cameron, ein meditatives und monumentales Stück in der Tradition des englischen Anthem.
Die eigentliche Neuentdeckung und in gewisser Weise das Hauptwerk des Abends war das dramatische „Leonardo Dreams of His Flying Machine“ von Eric Whitacre, komponiert auf einen Text in Englisch und Italienisch. Das Werk hebt spätromantisch an, um dann zu atemberaubenden, musikalischen Geräusch-Experimenten überzugehen, die das Motiv des Fliegens ausdeuten.
Den Abschluss machte „Friede auf Erden“ von Arnold Schönberg. Auch dies, ein Frühwerk des Komponisten vor seiner atonalen Wende, hebt spätromantisch an, rüttelt dann aber mächtig an den Gittern der traditionellen Tonsprache. Seine leidenschaftlichen Anrufungen kann man wohl dem musikalischen Expressionismus zuordnen.
Der HARVESTEHUDER KAMMERCHOR, sensibel von Claus Bantzer dirigiert, meisterte seine Aufgaben mit schwer übertreffbarer Qualität, beeindruckender Dynamik und überzeugender Ausdruckskraft. Die Orgelstücke, die während und zwischen den gelesenen Texten erklangen, geschrieben und gespielt von Claus Bantzer, waren farbig registrierte, filigrane Phantasien, die das Licht-Motiv gestalteten. Victoria Trauttmansdorff las die Texte mit einschmeichelnder und ausdrucksstarker Stimme.
Die gebannte Aufmerksamkeit der etwas über 120 Zuhörer war derart, dass man die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen hätte fallen hören können. Am Ende herrschte ergriffenes Schweigen, ehe der minutenlange, überaus herzliche Schlussbeifall einsetzte. Man wird lange an dieses Konzert zurückdenken .

(Wolfgang Motzkau-Valeton, Die Harke, Nienburg , 25. April 2012)

Exquisite Vokalkunst
Abschluss der Dammhaus-Saison: Harvestehuder Kammerchor zu Gast in Bünde.

… Mit einem interessanten Programm, das den Bogen von der Renaissance bis zur Moderne und von Schweden bis Ungarn spannte, konnten die hochmusikalischen Chorsänger und Chorsängerinnen ihr Publikum zwei Stunden lang vortrefflich unterhalten. …
… Mit lang anhaltendem Applaus bedankte sich das Bünder Publikum beim Harvestehuder Kammerchor und seinem ebenso einfühlsamen wie musikalisch herausragenden Dirigenten Claus Bantzer für dieses beeindruckende Konzert …

(April 2011, Westfalen Blatt)

Freche Intermezzi

– Letztes Dammhauskonzert der Saison sorgt in Laurentiuskirche für Begeisterung

… Es ist Claus Bantzer hoch anzurechnen, dass er es schafft, jeden Programmpunkt als neuen Höhepunkt zu präsentieren und nie das Gefühl vermittelt, ein Pflichtprogramm zu absolvieren.

… meisterhaft interpretiert konnte man sich von Ligetis Musik verzaubern lassen.

(April 2011, Neue Westfälische)

Weltlich, geistlich, jenseitig

Georgsmarienhütte. Auch dafür bietet Musica Viva Platz: für einen Abend voller romantischer Chormusik. Natürlich wurde Felix Mendelssohn Bartholdys „Oh Täler weit, oh Höhen“ durch den volkstümlichen Wolf gedreht – und geht doch immer noch wunderbar zu Herzen. Denn der Harvestehuder Kammerchor befreit die „Sechs Lieder im Freien zu singen“ durch flotte Tempi und feine Artikulation vom volkstümelnden Staub.

Unter ihrem Leiter Claus Bantzer schreiten die 17 Frauen und 13 Männer die deutsche Chorromantik ab, von Schumann und Mendelssohn über Hugo Wolf bis hin zu Max Reger. Mit dessen fünfstimmiger Motette „Ach, Herr strafe mich nicht“ op. 110 Nr. 2 beginnt das Konzert in der Lutherkirche in Georgsmarienhütte.

Hier offenbart der Chor erstmals seine herausragenden Qualitäten, besticht durch die klaren Konturen der Interpretation. Dabei schlägt das Werk überraschende harmonische Haken und ist gekennzeichnet durch die dichte musikalische Faktur. Das alles arbeitet Bantzer fein heraus, stellt Höhepunkte dar, lässt den ersten Teil in einen wunderbar friedvollen Choral münden und schließt die virtuos gestaltete Chorfuge an.

Nach diesem Kraftakt gönnt Bantzer seinen Sängern eine kleine Pause und setzt sich an die Orgel. Dann wird’s weltlich im neogotischen Kirchlein: Mit reizend vielfältigen Gesängen für Frauen- und für Männerchor von Schumann, mit den Liedern von Mendelssohn. Da Beste aber kommt, wie immer zum Schluss: Gustav Mahlers „Ich bin der Welt abhandengekommen“, vom Chorspezialisten Clytus Gottwald für sechszehnstimmigen Chor arrangiert und vom Harvestehuder Kammerchor großartig umgesetzt: nicht geistlich, nicht weltlich, sondern jenseitig.

(September 2010, Neue Osnabrücker Zeitung)

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(c) Adele Marschner