Aktuelles

…denn ich bin krank vor Liebe

„Das Hohelied der Liebe“ in Vertonungen von Heinrich Schütz,
Jean-Yves Daniel-Lesur, Claus Bantzer, Juhani Komulainen, u.a.

Basel Alkatrib, Oud
Harvestehuder Kammerchor
Edzard Burchards, Leitung

Samstag, den 23. Juni, 17.00 Uhr, Stadtkirche Heiligenhafen
Sonntag, den 24. Juni, 18.00 Uhr, St. Elisabeth Hamburg-Harvestehude

Zusammen mit dem aus Syrien geflüchteten, in Leipzig lebenden Musiker Basel Alkatrib ist der Harvestehuder Kammerchor im Juni in Hamburg-Harvestehude und in Heiligenhafen mit Vertonungen aus dem Hohelied Salomos zu hören.

Kaum ein Bibeltext hat so widersprüchliche Auslegungen erfahren wie das an erotischen Bildern und Vergleichen reiche Hohelied Salomos. Bis heute ist nicht geklärt, wie dieses frühe Zeugnis weltlicher Liebeslyrik Eingang in die Heilige Schrift der Juden und Christen fand. Auch die Urheberschaft Salomos wird allgemein bezweifelt. Stattdessen nimmt man an, dass die Wurzeln des Schir ha-Schirim – der hebräische Titel bedeutet “Lied der Lieder” – in Ägypten liegen und bis weit in das erste Jahrtausend vor Christus zurückreichen.

Die zwischen weiblicher und männlicher Perspektive wechselnden Beschreibungen handeln vom „Kuss seines Mundes”, lieblichen Brüsten, duftenden Salben und der Hand, die den Körper der Geliebten „herzt”. Gemäß der allegorischen Auslegungsmethode wird im Judentum die erotische Annäherung als Beschreibung der Liebe zwischen Gott und seinem auserwählten Volk interpretiert. Dieser Interpretationsstrang wird im Christentum fortgesetzt. Dabei handelt es sich beim Bräutigam um Christus und bei der Braut um die Kirche, Maria oder die Seele des einzelnen Gläubigen.

Besonders Komponisten der Renaissance, des Barock und der Moderne haben sich von den bildreichen Texten – Palestrina soll bei der Lektüre errötet sein – zu ausdrucksstarken Kompositionen inspirieren lassen. Im Hohelied-Programm des Harvestehuder Kammerchores erklingen Werke von Heinrich Schütz, Melchior Franck, Claus Bantzer, Juhani Komulainen, Jean-Yves Daniel-Lesur und Ivan Moody.

Ihre Melodien wird Basel Alkatrib auf der Oud – einem Saiteninstrument des Vorderen Orients, das im frühen Mittelalter als Vorläufer der Laute Einzug in Europa fand – improvisierend aufgreifen und in die orientalische Musiktradition überführen.

…denn ich bin krank vor Liebe

„Das Hohelied der Liebe“ in Vertonungen von Heinrich Schütz, Jean-Yves Daniel-Lesur, Claus Bantzer, Juhani Komulainen, u.a.

Basel Alkatrib, Oud
Harvestehuder Kammerchor
Edzard Burchards, Leitung

Samstag, den 23. Juni, 17.00 Uhr, Stadtkirche Heiligenhafen
Sonntag, den 24. Juni, 18.00 Uhr, St. Elisabeth Hamburg-Harvestehude

Zusammen mit dem aus Syrien geflüchteten, in Leipzig lebenden Musiker Basel Alkatrib ist der Harvestehuder Kammerchor im Juni in Hamburg-Harvestehude und in Heiligenhafen mit Vertonungen aus dem Hohelied Salomos zu hören.

Kaum ein Bibeltext hat so widersprüchliche Auslegungen erfahren wie das an erotischen Bildern und Vergleichen reiche Hohelied Salomos. Bis heute ist nicht geklärt, wie dieses frühe Zeugnis weltlicher Liebeslyrik Eingang in die Heilige Schrift der Juden und Christen fand. Auch die Urheberschaft Salomos wird allgemein bezweifelt. Stattdessen nimmt man an, dass die Wurzeln des Schir ha-Schirim – der hebräische Titel bedeutet “Lied der Lieder” – in Ägypten liegen und bis weit in das erste Jahrtausend vor Christus zurückreichen.

Die zwischen weiblicher und männlicher Perspektive wechselnden Beschreibungen handeln vom „Kuss seines Mundes”, lieblichen Brüsten, duftenden Salben und der Hand, die den Körper der Geliebten „herzt”. Gemäß der allegorischen Auslegungsmethode wird im Judentum die erotische Annäherung als Beschreibung der Liebe zwischen Gott und seinem auserwählten Volk interpretiert. Dieser Interpretationsstrang wird im Christentum fortgesetzt. Dabei handelt es sich beim Bräutigam um Christus und bei der Braut um die Kirche, Maria oder die Seele des einzelnen Gläubigen.

Besonders Komponisten der Renaissance, des Barock und der Moderne haben sich von den bildreichen Texten – Palestrina soll bei der Lektüre errötet sein – zu ausdrucksstarken Kompositionen inspirieren lassen. Im Hohelied-Programm des Harvestehuder Kammerchores erklingen Werke von Heinrich Schütz, Melchior Franck, Claus Bantzer, Juhani Komulainen, Jean-Yves Daniel-Lesur und Ivan Moody.

Ihre Melodien wird Basel Alkatrib auf der Oud – einem Saiteninstrument des Vorderen Orients, das im frühen Mittelalter als Vorläufer der Laute Einzug in Europa fand – improvisierend aufgreifen und in die orientalische Musiktradition überführen.