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100 Jahre danach – Requiem für die Opfer des Ersten Weltkrieges

Altuğ Ünlü: Requiem
Joseph Haydn: Hob XX:2 – instrumentale Auszüge aus „Die sieben letzten Worte“
Gabriel Fauré: Requiem, op. 48

Hanna Zumsande (Sopran), Nicole Pieper (Mezzosopran)
Mirko Ludwig (Tenor), Sönke Tams Freier (Bassbariton)
Hamburger Camerata und Harvestehuder Kammerchor
Leitung: Edzard Burchards

Samstag, der 13. Oktober 2018, 19.30 Uhr, Hauptkirche St. Michaelis, Hamburg

 

Im Herbst 1918, vor hundert Jahren, endete der Erste Weltkrieg. Millionen Menschen verloren in dem Gemetzel dieser “Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts” (George F. Kennan) ihr Leben oder wurden verwundet und waren häufig für den Rest des Lebens gezeichnet.

Zum Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkrieges hat der Ligeti-Schüler Altuğ Ünlü (*1965) ein Requiem komponiert. Es sei nicht als Fürbitte für den Frieden der Toten wie in der katholischen Totenmesse noch als Trost für die Hinterbliebenen wie im Deutschen Requiem von Johannes Brahms gedacht, schreibt der Musikwissenschaftler Constantin Floros, es sei weniger aufwühlend als Mozarts Requiem, nicht theatralisch-dramatisch wie das Requiem von Verdi, sondern im Mittelpunkt des Werkes steht die „Besinnung auf die schrecklichen Ereignisse des 20. Jahrhunderts“.

Als Gabriel Fauré (1845-1924) die erste Fassung seines Requiems zur Jahreswende 1887/88 abschloss, ahnte er die Schrecken des nahenden Weltkrieges noch nicht. Sein Requiem, „das bedeutendste sakrale Werk, das in Frankreich nach Berlioz geschaffen wurde“ (E. Seidel), sei von sanftmütigem Charakter, so wie er selbst, erklärte Fauré im Jahr 1900. Fauré verwendete die traditionellen Requiemstexte aus der lateinischen Totenmesse und der Begräbnisfeier. Aus dem Dies Irae, der Sequenz der Totenmesse, vertont er den letzten Vers Pie Jesu und fügt aus der Begräbnisliturgie das Responsorium Libera me hinzu, die flehentliche Bitte um göttliche Gnade für die Verstorbenen. Friedvoll endet sein Requiem mit der Antiphon In paradisum deducant te angeli, „Ins Paradies mögen die Engel dich geleiten“. Im Angesicht des Todes lässt Fauré das Himmelreich tröstend erahnen.

100 Jahre danach – Requiem für die Opfer des Ersten Weltkrieges

Altuğ Ünlü: Requiem
Joseph Haydn: Hob XX:2 – instrumentale Auszüge aus „Die sieben letzten Worte“
Gabriel Fauré: Requiem, op. 48

Hanna Zumsande (Sopran), Nicole Pieper (Mezzosopran)
Mirko Ludwig (Tenor), Sönke Tams Freier (Bassbariton)
Hamburger Camerata und Harvestehuder Kammerchor
Leitung: Edzard Burchards

Samstag, der 13. Oktober 2018, 19.30 Uhr, Hauptkirche St. Michaelis, Hamburg

 

Im Herbst 1918, vor hundert Jahren, endete der Erste Weltkrieg. Millionen Menschen verloren in dem Gemetzel dieser “Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts” (George F. Kennan) ihr Leben oder wurden verwundet und waren häufig für den Rest des Lebens gezeichnet.

Zum Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkrieges hat der Ligeti-Schüler Altuğ Ünlü (*1965) ein Requiem komponiert. Es sei nicht als Fürbitte für den Frieden der Toten wie in der katholischen Totenmesse noch als Trost für die Hinterbliebenen wie im Deutschen Requiem von Johannes Brahms gedacht, schreibt der Musikwissenschaftler Constantin Floros, es sei weniger aufwühlend als Mozarts Requiem, nicht theatralisch-dramatisch wie das Requiem von Verdi, sondern im Mittelpunkt des Werkes steht die „Besinnung auf die schrecklichen Ereignisse des 20. Jahrhunderts“.

Als Gabriel Fauré (1845-1924) die erste Fassung seines Requiems zur Jahreswende 1887/88 abschloss, ahnte er die Schrecken des nahenden Weltkrieges noch nicht. Sein Requiem, „das bedeutendste sakrale Werk, das in Frankreich nach Berlioz geschaffen wurde“ (E. Seidel), sei von sanftmütigem Charakter, so wie er selbst, erklärte Fauré im Jahr 1900. Fauré verwendete die traditionellen Requiemstexte aus der lateinischen Totenmesse und der Begräbnisfeier. Aus dem Dies Irae, der Sequenz der Totenmesse, vertont er den letzten Vers Pie Jesu und fügt aus der Begräbnisliturgie das Responsorium Libera me hinzu, die flehentliche Bitte um göttliche Gnade für die Verstorbenen. Friedvoll endet sein Requiem mit der Antiphon In paradisum deducant te angeli, „Ins Paradies mögen die Engel dich geleiten“. Im Angesicht des Todes lässt Fauré das Himmelreich tröstend erahnen.

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